Spyware

Der Begriff setzt sich aus dem englischen Wort „Spy“ (Spion, spionieren) und dem Wortteil „-ware“ von Software zusammen. Er bezeichnet Programme, die Daten eines Nutzers oder Computers ausspionieren und an Dritte senden. Deutsche Übersetzungen für den Begriff Spyware sind u. a. Schnüffelsoftware, Spähprogramm und Spionagesoftware.

 

Was bedeutet das im Detail?

Spyware wird häufig eingesetzt, um das Nutzerverhalten im Internet auszuspionieren. Anhand dieser Daten werden dann z. B. Online-Werbeeinblendungen ausgewählt und gezeigt. Hintergrund: je gezielter Online-Werbung geschaltet wird, desto teurer können die entsprechenden Werbeplätze verkauft werden. Praktisch jede zusätzliche Information über einen Nutzer bedeutet einen höheren Preis. Spyware ist häufig in kostenloser Software enthalten, z. B. in Bildschirmschonern oder Zusatzprogrammen. Die Informationen hierzu verstecken sich zumeist in den Lizenzbestimmungen, z. B. als „automatische Kommunikationsfunktionen“. Spyware kann auch über Würmer und Trojaner verbreitet werden oder über Sicherheitslücken in ein Computersystem gelangen. Autoritäre Regime nutzen z. T. diese Wege, um politisch Andersdenkende auszuspionieren. Viele Spywareprogramme sind technisch sehr raffiniert gestaltet, damit sie besonders schwer zu entfernen sind.

 

Wo begegnet mir das Thema im Arbeitsalltag?

Im Arbeitsalltag fällt Ihnen Spyware eventuell anhand gezielter Online-Werbung auf. So werden z. B. Produkte gezeigt, welche Sie zuvor in einem Online-Shop betrachtet haben. Oder Ihr Rechner arbeitet langsamer als üblich, ganz besonders wenn Sie sich im Internet bewegen. Um zu vermeiden, dass neben Ihren Nutzerdaten auch unternehmenssensible Daten ausspioniert werden, sollten Sie Ihren Rechner dann auf Sypware überprüfen oder überprüfen lassen.

 

Was kann ich tun, um meine Sicherheit zu verbessern?

Folgende Schritte können Sie vornehmen, um sich vor Spyware zu schützen: 

  • Das Ausführen aktiver Inhalte (z. B. Adobe Flash, Java) im Browser deaktivieren
  • Möglichst keine Cookies akzeptieren und wenn, dann nur „von besuchten Seiten“
  • Außerdem alle der allgemeinen Cybersicherheit dienende Maßnahmen: u. a. sehr gute Update-Hygiene, Nutzung von Firewalls und Antivirensoftware, kluger Umgang mit Administratorrechten, kritische Überprüfung von Links und Anhängen von E-Mails usw.

Achtung! Falls Sie beim Surfen im Internet eine Warnung erhalten, Ihr Rechner sei mit Viren, Spyware oder ähnlichem infiziert, ignorieren Sie dies. Ganz besonders, wenn zugleich ein Programm zur Beseitigung der angeblichen Infektion angeboten wird. Ironischerweise handelt es sich bei diesem wahrscheinlich um Schadsoftware. Überprüfen Sie Ihren Rechner, aber immer nur mit Programmen, deren Herkunft Ihnen zweifelsfrei bekannt ist.

Bei einer vermuteten Infektion Aufgrund des hohen technischen Niveaus vieler Spywareprogramme empfehlen wir die Nutzung spezieller Programme zum Erkennen und Beseitigen von Spyware.

 

Interessante Hintergrundinformationen

Der Eintrag zum Thema Spyware (und Adware) des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Risiken/Schadprogramme/AdwareSpyware/adware-spyware_node.htm

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