Scraping

Was versteht man unter Scraping?

Der Begriff „Scraping“ kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie ab- oder zusammenkratzen. Im Bereich der Cybersicherheit bezeichnet Scraping den Vorgang, Daten zu sammeln – zusammenzukratzen – und zu speichern. Meistens geht es dabei um Daten von Internetseiten, Plattformen oder sozialen Netzwerken.

Was bedeutet der Begriff Scraping im Detail?

Scraping – das Sammeln und Speichern von Daten - kann grundsätzlich auf zwei Wegen erfolgen: 

  • Manuell, also per Hand. Bei größeren Datenmengen wird dieses Vorgehen sehr arbeitsaufwendig.  
  • Automatisch, zum Beispiel durch Computerprogramme. Dann können auch große Datenmengen schnell verarbeitet werden.  

Aktuell wird der Begriff Scraping vorwiegend für das Sammeln von Daten von Internetseiten genutzt. Prinzipiell kann er sich aber auf alle Texte beziehen, die auf Bildschirmen angezeigt werden. Zum Teil werden daher unterschiedliche Begriffe verwendet: zum Beispiel Web Scraping, Screen Scraping oder Data Scraping. Ihre Gemeinsamkeit besteht jedoch immer im Sammeln und Speichern von Daten.

Scraping kann zu unterschiedlichen Zwecken betrieben werden:

  • für eigene Analysen, zum Beispiel für eine manuelle Konkurrenzanalyse.
  • für automatische Sammlungen und Aufbereitung von Daten von vielen unterschiedlichen Internetseiten.
  • für die Sammlung von Kontaktdaten, zum Beispiel von auf Social-Media-Plattformen veröffentlichte E-Mail-Adressen. 
  • für das Kopieren und unerlaubte Veröffentlichen von Inhalten fremder Internetseiten.

Wo begegnet mir Scraping im Arbeitsalltag?

Hinter jeder Suche mit einer Suchmaschine und jedem Online-Preisvergleich steht Scraping. Programme der Suchmaschinen “scrapen” unermüdlich die Adressen und Informationen von Internetseiten, um sie als Suchergebnisse darstellen zu können. Bei Preisvergleichen werden die Preise, Bilder und ggf. Produkt-Details per Scraping gesammelt.  

Auch im beruflichen Kontext wird Scraping häufig verwendet. Zum Beispiel zur Konkurrenzanalyse.

Allerdings kann Ihnen auch die missbräuchliche Seite von Scraping im Arbeitsalltag begegnen. Zum Beispiel durch:

  • eine Phishing-E-Mail, nachdem Ihre z. B. auf der Unternehmenswebsite oder auf LinkedIn veröffentlichte E-Mail-Adresse per Scraping erfasst wurde.
  • ein Unternehmen, das systematisch Ihre Preise unterbietet, die es per Scaping ausliest.
  • ein Unternehmen, das Texte und Bilder Ihrer Internetseite ohne Ihr Einverständnis kopiert hat.
  • Phishing-Internetseiten, die durch Scraping legitime Seiten detailgetreu kopiert haben, zum Beispiel eine Login-Seite zum Online-Banking. 

Was kann ich tun, um mich vor missbräuchlichem Scraping zu schützen?

  • Gehen Sie sehr bewusst mit dem Teilen Ihrer Daten auf Internetseiten und in Sozialen Medien um. Diese können per Scraping gesammelt, gespeichert und weitergegeben werden. 
  • Veröffentlichen Sie möglichst wenig Daten, die für missbräuchliches Scraping interessant sind. Richten Sie auf Ihrer Unternehmenswebsite z. B. Kontaktformulare ein, anstatt E-Mail-Adressen aufzuführen. 
  • Folgen Sie der Anleitung dieses Perseus Blogbeitrags, um zu überprüfen, ob Daten von Ihnen oder Ihrem Unternehmen bereits per Scraping gesammelt und veröffentlicht wurden.

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