Girls in Tech – Girls Day 2020

Ingrid do Rio Schulze (Junior Frontend Engineer), Friederike Land (Junior Backend Engineer), Richard Renner (CEO)

Ingrid do Rio Schulze (Junior Frontend Engineer), Richard Renner (CEO), Friederike Land (Junior Backend Engineer)

It is a man’s world - is it though? Technik und IT-Industrie ist stereotypisch und gesellschaftlich (noch) eine Männer-Domäne. Frieda und Ingrid sind Vorreiterinnen auf diesem Gebiet, verstärken unser Team maßgeblich und geben uns Antworten auf wichtige Fragen.

Der Anteil von Frauen, die laut statistischem Bundesamt in dieser Branche tätig sind, liegt bei 15 Prozent – deutlich zu gering, wie wir finden. Hat dies jedoch einen bestimmten Grund? Wie fühlt man sich als Frau in dieser Industrie und wie bewerkstelligt man einen erfolgreichen Einstieg in die Welt der Technik? Frieda und Ingrid sind Vorreiterinnen auf diesem Gebiet, verstärken unser Team maßgeblich und geben uns Antworten auf diese Fragen. Aus männlicher Sicht beleuchtet das Thema Richard, unser Geschäftsführer, der langjährige Erfahrung in der Führung vielschichtiger Teams hat.

Was interessiert euch besonders im Bereich Technik und IT?

Frieda: Ich finde Technik faszinierend und von Beginn kam mir vieles fast schon magisch vor. Ich mag das Logische und Eindeutige daran. Ich habe Soziologie, Politik und französische Literatur studiert. Da ging es oft um hermeneutische Probleme, also wie kann ich etwas verstehen oder interpretieren. Im technischen Feld ist das klarer, entweder die Maschine versteht meinen Code oder wirft eine Fehler zurück. Wir sind von Technik umgeben, es gibt immer etwas Neues zu lernen und die Branche steht nie still.

Ingrid: Bei mir ist es ähnlich. Ich habe große Freude daran, neue Dinge zu erschaffen. Ich interessiere mich sehr für Programmierung und Technologie im Allgemeinen, weil sich mir dadurch die Möglichkeit eröffnet alles zu kreieren, wonach mir der Sinn steht.

Wie ist es in einer Männer-Domäne zu arbeiten?

Ingrid: Es fühlt sich gut an als Frau in einer Männer-Domäne zu arbeiten. Es fördert die Erkenntnis, dass Vielfalt immer von Vorteil ist und ein Treiber sein kann. In einigen Situationen ist es auch fordernd- als Pionierin leistet man eben die Vorarbeit.

Warum glaubt ihr wird die Tech-Branche  von Männern dominiert? Warum sind Frauen genauso geeignet?

Frieda: Es hat etwas mit Sozialisierung und Stereotypen zu tun. Frauen sind genauso logisch und technisch begabt wie Männer aber scheitern öfter daran, sich das auch zuzutrauen. Es ist alles nur eine Frage der Übung und Leidenschaft für die Sache. Talent ist manchmal nicht mehr als Liebe zur Sache und wenn Frauen und Mädchen entdecken, dass programmieren Spaß macht, dann werden auch sie gut darin werden. Dazu braucht es Ermutigung und Vorbilder, die es ja zum Glück immer mehr gibt. 

Richard: Um zusätzlich auch einmal auf den historischen Hintergrund einzugehen: Tech-Berufe entstammen traditionell den Ingenieurwissenschaften und der Technischen Mechanik – zwei von Männern dominierte Berufszweige. Das sollte jedoch keine Begründung sein. Gute Coder(innen) sind kreativ und können sich schnell auf eine neue Situation einstellen, dazu müssen sie Programmiersprachen beherrschen, ein Problem strukturiert lösen oder eine IT-Architektur bauen können. Und das können Frauen mindestens genauso gut wie Männer! 

Ingrid: Das sehe ich auch so. Menschen, die in der Technologie-Branche tätig sind, verstehen sich darauf Probleme zu lösen. Männer können Probleme lösen. Frauen können dies ebenso- auf eine andere Art und Weise. Unterschiedliche Perspektiven bei der Lösung desselben Problems garantieren, dass das Ergebnis erfolgreich, vollständig und integrativ sein wird. 

Warum sollten mehr Frauen in das Business einsteigen? Welchen Beitrag könnten gerade Frauen leisten?

Frieda: Wenn ausschließlich Männer ein Produkt bauen, dann besteht die Gefahr, dass eine nicht-männliche Perspektive unter den Tisch fällt. Dass häufig Männer in der Welt als Maß der Dinge in der Entwicklung von medizinischen und technischen Produkten gelten, hat verschiedene Gründe. Frauen an der Softwareentwicklung zu beteiligen, trägt denke ich dazu bei, dass neue Standpunkte in den Blick genommen werden.

Richard: So ist es, Unternehmen und Teams  benötigen neue Ideen und Formen der Herangehensweise, um sich weiterzuentwickeln. Wenn alle nur im gleichen Schema denken, die gleichen Hobbies haben oder den gleichen Lebensweg gehen, kommt es zum Stillstand. Jedem Leader sollte bewusst sein, dass erst durch Andersartigkeit Innovation entsteht. Man(n) muss Diversität zulassen! 

Was wollt ihr Mädchen auf den Weg geben, die Interesse am Programmieren haben?

Ingrid: Auch Frauen können programmieren, es ist keineswegs „Männersache“ und es macht viel Spaß. Ich bin mit dem Wissen aufgewachsen, dass einige Tätigkeiten Männern vorbestimmt sind und habe sehr lange daran festgehalten. Ab einem bestimmten Zeitpunkt fing ich allerdings an meinen Blickwinkel zu verändern und entdeckt, dass ich Raum schaffen kann, um mich selbst zu verwirklichen, was ich in die Tat umgesetzt habe. Ich habe angefangen mir programmieren selbst beizubringen und habe danach eine Weiterbildung im Bereich Webentwicklung gemacht. Nur Mut!

Frieda: Genau, probiert es einmal aus und lasst euch nicht einreden, dass das nichts für Mädchen sei. Jede und jeder kann etwas in dieser Richtung lernen. Bei mir war der Prozess ähnlich wie bei Ingrid. Ich habe es auch online gelernt und mit hilfe eines Programms, das FrauenLoop heißt. FrauenLoop hat sich zum Ziel gesetzt die Tech-Branche diverser zu machen. 

Richard: Hinzufügen möchte ich noch, dass jede Frau ihren Weg gehen sollte, unabhängig von Geschlechter-Stereotypen. Auch wenn die Branche von Männern dominiert wird, sollten Frauen zeigen, was sie können. Gerade beim Coding sind gute Leute schwer zu finden und die tragen nicht zwingend ein Y-Chromosom.

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